Ich staunte nicht schlecht heute morgen als der Batik-Text von Wolfgang Schrein in der Schweriner Volkszeitung mit geänderten Datum (statt 04.April, nun 09.April) wieder online war. Von der Zeitung habe ich weder auf meinen Kommentar noch auf meine Email bezüglich des zum großen Teil von meiner Homepage „Technik“ übernommenen Textes eine Antwort erhalten!
Um 17.54 Uhr habe ich wieder einen Kommentar in der Zeitung zum Batik Artikel abgegeben und auf kopierte Textpassagen aufmerksam gemacht. Erst wurde er online angezeigt, 2 Stunden später war er wieder komplett mit dem Artikel gelöscht und ist es noch!
Damit meine Leser meine Entrüstung verstehen stelle ich nachfolgend die Texte vergleichsweise dar. Hinter Uschi steht jeweils mein Satz von meiner HP und hinter Zeitung die „angebliche“ Aussage der Warinerin Elisabeth Hohensee (79 Jahre).
Uschi:
Bevor ich mit der eigentlichen Batik beginne, habe ich ein Bild im Kopf oder fertige eine Auftragsarbeit nach Vorlage (s. Tipps = Batik Geschenkideen).
Zeitung:
Bevor ich mit der eigentlichen Batik beginne, habe ich ein Bild im Kopf oder ich orientiere mich nach einer Vorlage.
Uschi:
Das Bild der Vorlage übertrage ich mit einem weichen Bleistift auf Naturstoff.
Zeitung:
Das Bild übertrage ich dann mit einem weichen Bleistift auf Naturstoff.
Uschi:
Dabei arbeite ich am liebsten auf Baumwollstoffen.
Zeitung:
Dabei arbeite ich am liebsten auf unbehandelter Popeline.
Uschi:
Auf diesen vorbereiteten Stoff male bzw. reserviere ich die Muster mit heißem flüssigen Wachs entweder mit einem Pinsel (bei größeren Flächen) oder mit einem Canting (Tjanting).
Zeitung:
Auf diesen vorbereiteten Stoff male ich die Muster mit heißem, flüssigem Wachs mit einem Tjanting, einer kleinen Kupferkanne“, erläutert die Künstlerin ihre Arbeitsweise.
Uschi:
Diese Technik erfordert viel Geschick.
Zeitung:
Diese Technik erfordert viel Geschick.
Uschi:
Das flüssige Wachs läuft kontinuierlich aus der Tülle des Canting (Tjanting).
Zeitung:
Das flüssige Wachs läuft kontinuierlich aus der Tülle des Tjanting.
Uschi:
Nach dem Auftragen kühlt sich das Wachs schnell ab, erstarrt und reserviert die Fläche.
Zeitung:
Nach dem Auftragen kühlt sichdas Wachs schnell ab, erstarrt, versiegelt die Fläche und reserviert sie so für die Aufnahme einer weiteren Farbe.
Uschi:
Diese so reservierten Flächen behalten beim Eintauchen in das Farbbad ihre ursprüngliche Farbe.
Zeitung:
Beim Eintauchen in das Farbbad erhalten die Stoffe dann die gewünschte Farbe.
Uschi:
Nach dem Trocknen werden erneut Flächen mit Wachs abgedeckt, deren Farbe erhalten bleiben soll.
Zeitung:
Nach dem Trocknen werden erneut Flächen mit Wachs abgedeckt, deren Farbe erhalten bleiben soll.
Uschi:
Dieser Vorgang (wachsen, färben, trocknen) wird so oft wiederholt, bis das gewünschte Motiv gefertigt ist.
Zeitung:
Dieser Vorgang (wachsen, färben, trocknen) wird so oft wiederholt, bis das gewünschte Motiv gefertigt ist.
Uschi:
Dieser Vorgang ist immer wieder spannend, denn erst jetzt lässt sich erkennen, ob das Batikergebnis den Vorstellungen entspricht.
Zeitung:
Ein Prozedere, das immer wieder spannend ist. Denn erst am Ende lässt sich erkennen, ob das Batikergebnis den Vorstellungen entspricht.
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Ach, übrigens steckt ein dicker Fehler in der Batik-Text Fassung der Zeitung. Der Autor hat beim Abändern meines Textes folgendes daraus gemacht:
„Nach dem Auftragen kühlt sichdas Wachs schnell ab, erstarrt, versiegelt die Fläche und reserviert sie so für die Aufnahme einer weiteren Farbe.“
Wenn eine Fläche reserviert (versiegelt) ist, kann sie keine Farbe aufnehmen!!! Durch die Versiegelung wird die Fläche und jetzige Farbe reserviert. Schon peinlich ….
Ach ja, außerdem kann ich einfach nicht glauben, dass Elisabeth Hohensee gesagt haben soll, dass sie am liebsten auf unbehandelter Popeline (heute häufigste Mischung für Popeline: 65% Polyester und nur 35% Baumwolle) arbeitet, ein denkbar ungeeigneter Stoff zum Batiken
…..
Wie dem auch sei, im Zuge des Internets ist es einfach einen Text zu kopieren und dabei geringfügig zu verändern, siehe oben.
Dennoch, auch Internetseiten sind geistiges Eigentum und unterliegen dem Copyright Gesetz. Ich finde ich es unglaublich, dass die Schweriner Volkszeitung solche Texte veröffentlicht! So einfach möchte ich auch mal mein Geld verdienen!
Mein Buchtipp zum Thema:





Wer hat von wem abgeschrieben? 1985 wurde es schon in einem buch über handarbeit so beschrieben!!!!!
h. egert
Würden Sie mir bitte freundlicherweise den Titel des Buches verraten? Es fehlt bestimmt noch in meiner Sammlung
! Danke!
Mit freundlichen Grüßen
handarbeit und kunst in der ddr
Da ich nicht im Besitz des Buches bin, kann mein Text von der Wortwahl und Formulierung kaum dem Buch ähneln, es sei denn ich wäre Hellseher.
Während oben in meinem Artikel deutlich die fast identische Wortwahl und Formulierung schwer zu übersehen sind.
Wieso ist eigentlich Ihre Email-Adresse keine echte?
ich habe noch nie eine gehabt
Sind sie geltungsbedürftig, oder ???
Wollen sie Herrn Schrein mobben. Das schädigt aber ihr Ansehen, oder?
Wenn Herr Schrein meinen Artikel „Wie entsteht eine Batik? – Die Wachsbatik Technik und andere Reserviermethoden“ von meiner Webseite http://www.uschis-batiken.de/batik-kunst/technik/ fast 100%ig als angebliche Aussage einer Warinerin veröffentlicht schädigt es nicht mein Ansehen.
Auch im Internet gilt das Urheberrecht.